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Department

Das Physik Department in Garching: Die Hauptgebäude (Physics 1 und 2) sind umgeben von: 1) Walter-Meißner-Institut (WMI), 2) Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE), 3) Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), 4) Maier-Leibnitz-Labor (MLL) und 5) Walter-Schottky-Institut (WSI).

Das Physik Department der TU-München in Garching ist der Mittelpunkt eines weltweit einmaligen Physikforschungszentrums. Es setzt sich aus 16 experimentellen und 6 theoretischen Lehrstühlen zusammen mit insgesamt 39 Professoren und 19 Privatdozenten. Das Department beschäftigt 260 Mitarbeiter im wissenschaftlichen Dienst, davon sind 170 Doktoranden. Im technischen und Verwaltungsdienst sind 180 Mitarbeiter tätig. Aufgrund einer seit 1965 etablierten Departmentstruktur arbeiten die Forschergruppen eng zusammen, da keine synthetischen Barrieren wie z.B. Institutsgrenzen Wechselwirkungen behindern.
Das Department bietet eine einmalige Kombination von Grundlagen- und angewandter Forschung. Das Forschungsspektrum hat Schwerpunkte in:

Die Physik kondensierter Materie, Materialwissenschaften untergliedern sich in:

  • Weiche Materie und Polymere
  • Halbleiterphysik, Physik niederdimensionaler Systeme, Oberflächen- und Grenzflächenphysik
  • Magnetische Materialien and Supraleitung

Forschungsschwerpunkte

Die Forschung am Department wird durch enge Wechselwirkungen mit mehreren Forschungseinrichtungen von nationaler und internationaler Bedeutung erweitert, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befinden:

Zusätzlich ergänzen fünf Max-Planck-Institute das Forschungsspektrum:

Sie stellen 11 der 12 Honorarprofessoren am Physik Department.

Struktur

 

Die Durchführung der vielfältigen Forschungsaktivitäten wird ermöglicht durch eine bedeutende Drittmitteleinwerbungen, die im Jahre 2000 bei 8 Millionen Euro lag. Das Physik Department nimmt an 5 Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft teil (SFB: 348, 375, 377, 413, 563). Es bestehen zahlreiche Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene. Als Resultat dieser intensiven Forschungsaktivitäten werden pro Jahr ca. 500 Publikationen in renommierten Zeitschriften veröffentlicht.

Die vielfältigen Forschungsmöglichkeiten am Physik Department, die moderne Ausstattung und der weltweit erstklassige Ruf des Departments ziehen Wissenschaftler aus allen Ländern und Bereichen an. So forschen an der TU München die meisten ausländischen Spitzenwissenschaftler, die einen Forschungsaufenthalt in Deutschland absolvieren.

Die Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) ist die neueste Großforschungserrungenschaft der TU-München. Der FRM II wird in enger Zusammenarbeit mit dem Physik Department zur Charakterisierung verschiedenster naturwissenschaftlicher Grundlagenprobleme herangezogen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich jedoch deutlich über diesen Bereich, bis hin zur Medizin und in die Ingenieurwissenschaften. Die Neutronenquelle bietet nicht nur die Möglichkeit mit höchster Detailgenauigkeit Materialien zu prüfen und zu analysieren, sondern auch neue Elemente und Isotope herzustellen, die u.a. in der Nuklearmedizin eingesetzt werden können.

FRM II

Von der hohen Qualität der Forschung am Physik Department profitieren natürlich die Studierenden, die im Rahmen von fünf Hauptstudienrichtungen:

  • Allgemeine Physik
  • Technische Physik
  • Biophysik
  • Engineering Physics
  • Lehramtstudium Physik (Physik-Mathematik, Physik-Biologie, Physik-Informatik)

die Möglichkeit haben, sich aus über 500 Wahlfächern aller TUM-Fakultäten ein auf ihre Interessen maßgeschneidertes Studium zusammenzustellen. Der konsequente Modulare Aufbau der physikalischen Studiengänge an der TUM mit identischen Grundvorlesungen sichert die Durchlässigkeit benachbarter Studienrichtungen in den Anfangssemestern. Damit die Studenten schnell und optimal durch das Studium finden, bekommt jeder Student einen Professor als Mentor an die Seite gestellt, der in fachlichen Fragen berät.

Studierende Studenten

Die Reformfreudigkeit des Physik Departments wird durch die erst kürzlich erfolgte Einführung von zwei neue Studiengänge verdeutlicht. So wurde ein internationaler Bachelor- und Master-Studiengang "Engineering Physics" eingerichtet, der eine fundierte physikalische und praxisnahe Ausbildung in Material- und Energiewissenschaften bietet. Die Vorlesungen werden in englischer Sprache gehalten. Ab dem akademischen Jahr 2002/2003 bietet das Physik Department im Zusammenspiel mit den Fakultäten Mathematik, Biologie und Informatik eine innovative Studienmöglichkeit für angehende Gymnasiallehrer an, die sich praxisnah durch die Verbindung von Naturwissenschaft, Umwelt und Technik ausbilden lassen wollen. So werden deutschlandweit erstmals die Fächerkombinationen Physik-Mathematik, Physik-Biologie und Physik-Informatik angeboten.

Über eine Vielzahl von Kooperationen, Partner- und Patenschaften sowie EU-weiten Hochschulnetzwerken (SOKRATES - TEMPUS- Programme der Europäischen Gemeinschaft) wird der akademische Austausch und die Forschungskooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen im Ausland gepflegt. Bei SOKRATES-Aufenthalten entfallen fast alle Formalitäten. Auslandsaufenthalte werden nach Abschluss der Diplomvorprüfung empfohlen und unterstützt.

Trotz bester Berufsaussichten beklagen derzeit die Physik-Fakultäten in Deutschland durchweg abnehmende Anfängerzahlen. Diesen Trend konnte die TUM erfolgreich umkehren. Mit etwa 200 Anfänger pro Studienjahr in den physikalischen Studiengängen und der Tendenz "steigend" ist die TUM eine der beliebtesten Universitäten für angehende Physiker in Deutschland. Das Physik Department bildet zur Zeit ca. 800 Studierende aus und vergibt 70 Diplome und Promotionen pro Jahr. Die Dauer des Diplomstudiums wurde durch eine optimierte Betreuung der Studierenden von 13,8 Semester vor 10 Jahren auf 11,5 Semester im Studienjahr 2000/2001 gesenkt.

Anfängerstatistik

 

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